jeden Mittwoch von 18:00 bis 20:00 Uhr im Amnesty International Bezirksbüro,
Eilbeker Weg 214.

Die Asylsprechstunden werden angeboten durch den 'Asylarbeitskreis'
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Für wen sind die Beratungsstunden da?

In Hamburg und Umgebung leben Tausende von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, weil dort ihr Leben, ihre Gesundheit oder ihre Freiheit in Gefahr waren, sei es durch Krieg oder sei es durch Verfolgung wegen ihrer Überzeugungen oder wegen ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen. Viele dieser Menschen brauchen Rat und Hilfe, weil ihnen die zuständigen Behörden (noch) keinen sicheren Aufenthalt in Deutschland bewilligt haben, weil sie sich gegen ungünstige Bescheide wehren wollen oder weil sie wissen wollen, was sie tun können, um ihre Lage zu verbessern. Mit den Asylsprechstunden bietet Amnesty den betroffenen Menschen in Hamburg und in zahlreichen anderen Städten eine Möglichkeit, sich unentgeltlich beraten und gegebenenfalls helfen zu lassen.

Was kann in den Beratungen geleistet werden?

Die Asylsprechstunden werden jeweils von mindestens einem Mitglied des Asylarbeitskreises von ai in Hamburg angeboten. Die Mitglieder dieses Arbeitskreises sind ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, die in verschiedenen Berufen tätig sind oder waren und sich die Unterstützung von Flüchtlingen zum Ziel gesetzt haben.
In den Sprechstunden können die Besucher ihre Lage darstellen. Sie sollten dafür nach Möglichkeit alle Bescheinigungen, Bescheide, Beschlüsse, Urteile und sonstigen Schreiben von Behörden, Rechtsanwälten, Gerichten und anderen Stellen mitbringen, die in ihrer Sache schon vorliegen. Ein Mitglied des Asylarbeitskreises wird den Sachstand auf der Grundlage der mündlichen Darstellung der Besucher und des Inhalts der schriftlichen Unterlagen prüfen und mit den Besuchern erörtern, was in der jeweiligen Lage getan werden kann.
In schwierigen oder komplexen Fällen, wird sich das Mitglied des Asylarbeitskreises, das mit den Besuchern gesprochen hat, nicht sofort in der Sprechstunde, sondern erst nach Beratung mit anderen Mitgliedern des Arbeitskreises endgültig zu der Sache äußern. Hierfür tagt der Asylarbeitskreis in jeder zweiten Woche.

Wenn es sich um Asylerstanträge handelt, können die Besucher über den Ablauf der Anhörungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und das übrige Verfahren informiert und auf die Erstanhörung vorbereitet werden.

Im Einzelfall kommt auch in Betracht, dass wir Besucher zu Terminen begleiten oder Schreiben für sie entwerfen.
Wenn Bescheide ergangen sind, deren Inhalt den Besuchern nicht klar ist, können ihnen deren Bedeutung, mögliche Folgen und in Betracht kommende Rechtsbehelfe erläutert werden.

In geeigneten Fällen kann der Asylarbeitskreis in der Sache schon tätige Rechtsanwälte mit Informationen von ai zur Lage im Herkunftsland des Flüchtlings unterstützen oder Rücksprache mit ihnen zur Aufklärung des Sachverhalts und zu den zu ergreifenden Maßnahmen nehmen.

Selbstverständlich werden alle in den Asylsprechstunden gegebenen Informationen streng vertraulich behandelt.

Was darf man nicht von den Asylberatungen erwarten?

Die Mitglieder des Asylarbeitskreises beschränken ihre Tätigkeit auf die Beratung. Sie können die etwa erforderliche Vertretung und Beratung durch Rechtsanwälte nicht ersetzen. Sie können insbesondere nicht die Vertretung der Betroffenen vor Behörden und Gerichten übernehmen.
In Fällen, in denen auch durch den Einsatz von Rechtsanwälten nicht verhindert werden konnte, dass beispielsweise eine Abschiebungsanordnung endgültig unanfechtbar geworden ist, hat auch ai leider keine weitergehenden Möglichkeiten der Hilfe.

Welche Erfolge hat es bisher gegeben?

Der Asylarbeitskreis führt keine Statistik über das Ergebnis von Verfahren, die die Besucher in unseren Sprechstunden betreffen. In vielen Fällen erfahren wir auch gar nicht, wie eine Sache letztlich ausgegangen ist. Immer wieder erhalten wir aber doch die Nachricht, dass unser Einsatz mit dazu beigetragen hat, dass berechtigte Asylanträge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder durch die Gerichte zu einem anerkannten Bleiberecht geführt haben, oder dass Flüchtlingen andere Rechte zugestanden wurden, die zunächst nicht anerkannt worden waren. Das trägt auch wesentlich dazu bei, dass wir die Asylsprechstunden als einen wichtigen Teil der Arbeit von ai in Hamburg ansehen.