© Ineke Sass, Gruppe 1457

Wir hatten uns viel vorgenommen: insgesamt fünf Aktionen haben wir vorbereitet und erfolgreich durchgeführt. Die Amnesty International Hochschulgruppe Lüneburg (Gruppe 1457) gibt es seit 2005, aber erst seit dem letzten Jahr haben wir genügend motivierte Mitglieder, um eine ganze Aktionswoche auf die Beine zu stellen. Wir wollten möglichst viele Menschen erreichen und zum Briefe schreiben einladen, weshalb wir überall in Lüneburg präsent waren. Mehr Fotos dazu findet ihr übrigens auf unserer Facebook-Seite (facebook.com/amnestyleuphana), auf der wir den gesamten Briefmarathon begleitet haben und so stets aktuell berichten konnten.

Natürlich begannen wir an der Leuphana Universität Lüneburg: ein Stand mit Bio-Waffeln lockte Neugierige an, Spenden wurden gesammelt und die ersten Briefe geschrieben. Außerdem haben wir einen selbstgebastelten „Briefkasten" bei UNIBUCH, dem Buchladen auf dem Campus, aufgestellt. Direkt neben der Kasse wurde die Möglichkeit, sich zu informieren und Appellbriefe für Phyoe Phyoe Aung zu unterzeichnen, gut genutzt. Als Gruppe war es uns wichtig, uns trotz aller Aktionen Zeit für eigene Solidaritätsbriefe zu nehmen. Deshalb organisierten wir einen gemütlichen Raum, stellten Tee und Kekse bereit und schrieben im Kerzenschein gemeinschaftlich Briefe. Dazu hatten wir die Lüneburger Schülergruppe vom Herder-Gymnasium (Gruppe 1729) und die Stadtgruppe (Gruppe 1455) eingeladen – es war ein sehr schönes Erlebnis, Leute von allen drei Gruppen und daher aus unterschiedlichen Altersstufen zusammenzubringen!

 

Durch diese gemeinsame Erfahrung wurde der Wunsch gestärkt, weiter zusammen zu arbeiten. Bei einem Aktionsstand in der Lüneburger Innenstadt konnten wir gleich auf die Unterstützung der Stadtgruppe zählen. Mit Pavillon, drei Fällen, einem Briefkasten, Spendendose, Keksen und Kerzen standen wir am Samstag vor dem 3. Advent in einer der Haupteinkaufsstraßen. So kurz vor Weihnachten war viel los und die Zahl der Briefe stieg: auf einer Tafel aktualisierten wir diese ständig, sodass alle Passanten sehen konnten, wie viel Einsatz es bereits gab und zudem neugierig wurden.

Neben dem Gymnasium Herderschule, an dem Amnesty International bereits seit langem etabliert ist, wollten wir auch weitere Schulen zum Briefe schreiben begeistern. Wir bekamen die Möglichkeit an einer Oberschule in Salzhausen gleich zwei Kurse zu übernehmen, über die Amnesty-Arbeit zu berichten und an den Briefmarathon heranzuführen. Zum Briefe schreiben wurde die Zeit zu knapp, aber drei Lehrer waren bereits so angefixt, dass diese das tatsächliche Schreiben mit den SchülerInnen übernehmen wollen. Die SchülerInnen haben sehr gut mitgearbeitet und waren sehr interessiert an den Themen – bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dort über Menschenrechte informiert haben.

Nach einer spannenden, aber anstrengenden Aktionswoche, hatten wir dann etwas zu feiern: 415 Briefe zu 10 Fällen haben wir gesammelt, davon 63 Solidaritätsbriefe! Bei einer kleinen internen Weihnachtsfeier unterschrieben wir die letzten Briefe und freuten uns über dieses Ergebnis! Uns hat dieser Briefmarathon näher zusammenrücken lassen: in der Initiative selbst und mit den anderen Lüneburger Gruppen. Gerade diese Gemeinschaft motiviert uns, weiter zu machen und im neuen Jahr wieder tatkräftig ans Werk zu gehen. Die ersten Aktionen sind bereits geplant...

Verena Meyer, Gruppe 1457