Appellbriefe sind wohl einer der größten Arbeitsbereiche von Amnesty International. Hier soll es um das "Wie" gehen. Sie erhalten eine Darstellung der wichtigsten Grundelemente eines Appellbriefes.

Wenn man sich an die unter "Kurzanleitung" erwähnten Grundregeln hält, ist es gar nicht schwierig, Briefe an Regierungsbehörden und andere Adressaten von Amnesty-Aktionen zu schreiben.

Wir würden uns über Ihre Mitarbeit freuen!

Folgende Grundelemente sollten in jedem Appell enthalten sein:

  • Vorstellung des Absenders mit Name und Adresse.
  • Vorstellung des Opfers und seiner Lage - Erwähnung der Vorgeschichte, Form der Menschenrechtsverletzung usw. im vorliegenden Fall.
  • Argumentation mit Bezug auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 oder andere Menschenrechtsübereinkommen.
  • Ausdruck persönlicher Betroffenheit.
  • Absicht des Schreibens (je nach Angabe in der Aktionsanleitung: Bitte um Freilassung, Aufklärung, Umwandlung eines Todesurteils o.ä.).
  • Schlußformel. Unterschrift.

Hinweise zur Form:

  • Immer höflich (aber bestimmt) und korrekt schreiben, damit ein Schreiben nicht als unsachlich abgetan werden kann!
  • Sofern nichts anderes angegeben ist, kann ai erwähnt werden, in den meisten Fällen empfiehlt es sich aber, darauf zu verzichten.
  • In der Kürze liegt die Würze! Ein Appellschreiben sollte nur in Ausnahmefällen länger als eine DIN A4-Seite sein, sonst besteht die Gefahr, dass es nicht vollständig gelesen wird.

Sollten Sie auf Ihr Schreiben eine Antwort erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie davon an Amnesty International (bitte keine Kopien der Appellschreiben dorthin schicken!) Aus solchen Reaktionen lassen sich oft Rückschlüsse auf das Verhalten der jeweiligen Behörden und Regierungen ziehen, die bei der Planung weiterer Aktionen berücksichtigt werden müssen.