Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty International ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen. Amnesty ist Teil einer Bewegung, in der Menschen zusammenkommen, um sich gemeinsam gegen Menschenrechtsverletzungen einzusetzen - und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret und für Tausende, die in Gefahr sind.

Die Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als drei Millionen Menschen weltweit: Junge und Alte verschiedenster Nationalitäten und Kulturen beteiligen sich. Sie alle bringen unterschiedliche religiöse und politische Einstellungen und Lebenserfahrungen mit. Aber alle setzen ihre Kraft und Fantasie ein für eine Welt ohne Menschenrechtsverletzungen. Sie engagieren sich für die Opfer und unterstützen und schützen Menschenrechtsverteidiger. Einsteigen kann man überall, zu jeder Zeit und auf verschiedenen Wegen. Jeder kann sich an unseren Aktionen beteiligen und Veränderungen bewirken. Das Credo von Amnesty International lautet: Du kannst!

Wir freuen uns über jede Hilfe, und alle die gelegentlich oder auf Dauer in den Gruppen oder im Bezirk mitarbeiten wollen.

Auf unseren Seiten finden Sie Informationen über die Gruppen im Bezirk Hamburg und über einige Schwerpunkte unserer Arbeit. Außerdem können Sie mit uns Kontakt aufnehmen und Appellbriefe für von Hamburger Gruppen betreute Gefangene herunterladen.

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Ihr möchtet uns besser kennenlernen?


Unsere Bezirkssprecherin Sarah und unsere Pressesprecherin berichten, wie und aus welchen Beweggründen sie zu Amnesty gekommen sind und wie ihr uns im Bezirk unterstützen könnt. Hört rein!

Sarah, Bezirkssprecherin:  

Karen, Pressesprecherin:  

 Ben, Queeramnesty HH:

Maureen, Bezirkssprecherin:  

       

 

“BLEIBT NICHT STUMM” ÜBERLEBENDE SEXUELLER GEWALT IM SÜDSUDAN VERLANGEN GERECHTIGKEIT UND ENTSCHÄDIGUNG

Seit Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Südsudan 2013 wurden Tausende von Frauen Opfer sexueller Gewalt.  Diese wird von Regierungs- und Oppositionstruppen gleichermaßen verübt. Das Ausmaß der Brutalität ist schockierend und wird körperliche, psychische und soziale Auswirkungen über Jahrzehnte hinaus haben. Einer Untersuchung der UNFPA (United Nations Fund for Population Activities) zufolge waren 2015 bereits 72 % der dort lebenden Frauen vergewaltigt worden. Im Amnesty-Report 2017 beschreiben Überlebende eindringlich, wie sie brutalste sexuelle Gewalt erlebten. Diese findet statt, sobald sich Zivilisten und Militär nahekommen, bei Angriffen auf Dörfer, entlang von Straßen, nach Entführungen oder in Haft, sie verschont weder ältere Frauen, noch junge Mädchen und Schwangere.

© Natalia Jidovanu, Foto aus dem Amnesty-Bericht                                                                                        
                                                                                                                                                   
Behörden im Südsudan versagen immer wieder bei der Untersuchung sexueller Gewalt wie auch dabei, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Gründe sind fehlende Ressourcen bei der Strafjustiz und das Fehlen eines klaren politischen Bekenntnisses zur Verfolgung sexueller Gewalt.

Überlebende dieser Gewalt benötigen dringend Hilfe zum Wiedererlangen körperlicher und seelischer Gesundheit. Die Opfer leben in Angst, sich mit übertragbaren Krankheiten wie HIV/AIDS angesteckt zu haben. Sie stoßen auf große Schwierigkeiten, medizinische Versorgung zu erhalten. In ländlichen Regionen ist die nächste Einrichtung oft weit entfernt, der Weg dorthin sehr unsicher.

Zudem hindert das Stigma, Opfer sexueller Gewalt zu sein Betroffene, medizinische Hilfe zu suchen. Einrichtungen für psychische Probleme gibt es praktisch keine. Zurückweisung durch die Familie belastet die Opfer zusätzlich. Oft verlassen Ehemänner ihre vergewaltigten Frauen. Der Südsudan muss das Thema „Stigmatisierung“ öffentlich ansprechen, durch Aufklärungskampagnen, Kriminalisieren aller Formen sexueller Gewalt und ein Bekenntnis zu Gerechtigkeit und Entschädigung.

Zuallererst aber müssen die Misshandlungen enden. Regierung und Oppositionsgruppen müssen durch klare Order sexuelle Gewalt verbieten und sicherstellen, dass ihre Mitglieder sich danach richten. Die Truppen sind entsprechend zu schulen und zu überwachen, die Verantwortlichen von Misshandlungen zur Verantwortung zu ziehen. 

Unterzeichnen Sie unsere Petition

Petition

Übersetzung der Petition


Titel des Berichts: "Do not remain silent": Survivors of sexual violence in South Sudan call for justice and reparations, AI Index AFR 65/6469/2017

Boykott oder Reisen?

Die Position von Amnesty International: Viele Länder erscheinen als Reiseparadies und ziehen somit viele Touristen an. Oft sind die Reisenden wenig über Menschenrechtslage in ihrem Reiseland informiert. Reisen heißt allerdings auch, die politischen und rechtlichen Gegebenheiten eines Landes zu kennen.

Amnesty International ruft nicht zum Boykott eines Landes auf. So überlassen wir es den Reisenden selbst, nach ihren Sachkenntnissen angebrachte Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist es unser Ziel und Anliegen, Reisende vollumfänglich über die Menschenrechtslage in Ihren Reiseländern zu informieren und zu sensibilisieren. Zudem möchten wir die Reisenden ermutigen, sich aktiv für die Verbesserung der Situation im jeweiligen Land einzusetzen.

Wie kann ich aktiv werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich für die Menschenrechtslage in Ihrem jeweiligen Reiseziel einzusetzen.

  • Briefe schreiben
  • An Aktionen teilnehmen
  • Mitglied werden

Wie können Ferienhungrige faire Angebote erkennen? Der Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung (akte) hat gemeinsam mit Partnern 20 Labels unter die Lupe genommen, die ökologische oder sozialverträgliche Tourismusangebote auszeichnen. Wo finde ich Informationen?

Die andere Reiseseite: www.fairunterwegs.org

www.amnesty.de/laenderberichte

Machen Sie mit und helfen Sie uns dabei, andere für den Kampf gegen Unrecht zu gewinnen. Je mehr Unterschriften wir sammeln, desto grösser ist unser Einfluss.

Online Aktionen:

Amnesty International, London

Amnesty International, Deutschland

www.amnesty.ch/de/aktiv/online

Urgent Actions - mit Textvorschlägen:

www.dringende-menschenrechtsappelle.info